1989/1990 - Die Entstehung PDF Drucken E-Mail

Singers Wanted

 

 

 

Manchester, Sommer 1990: der Musikmanager und Model-Agent Nigel Martin-Smith hatte eine Idee: er wollte die englischen "New Kids on the Block" zusammen stellen. Ein paar junge Teenager kannte er schon: z.B. Mark Owen, der den einen und andeern Modeljob angenommen hatte. Howard Donald und Jason Orange hatten sich als Breakdance-Duo „Street Beat“ zusammen getan und mit Gary Barlow, einem vielversprechenden Sänger und Keyboearder trafen auf einander. Da zur Zeit Bands mit fünf Mitgliedern den größten Erfolg versprachen, suchte Martin-Smith mit einer Kleinanzeige in englischen Regionalzeitungen ein „männliche Mitglied im Teenageralter“ für seine neue Boygroup. Robbie Williams kam zum Casting und wurde das fünfte Mitglied der Band. Die fünf Teenager, im Alter von fünfzehn bis neunzehn Jahren, sollten die britische Antwort auf die zurzeit aus Amerika stammende Teenie-Idole „New Kids on the Block“ werden.

TT Logo  

Für den Bandnamen sollen sich die Fünf selber entschieden haben, als sie ein heißes Madonna-Poster mit der Überschrift „Take That!“ (deutsch: „Nimm Das“) sahen. Der volle Name sollte danach erst „Take That & Party“ lauten, jedoch gab es schon eine Band mit dem Namen „The Party“, so dass auf das Suffix verzichtet wurde und fertig war take that. Gleichzeitig wurde auch gleich das Logo entworfen: ein richtiges und ein gespiegeltes T über einanander in einem Kreis.

 

 


 

Die Mitglieder:

Gray young  

Gary Barlow (* 20. Januar 1971)

Gary galt als der Schüchterne in der Band, der lieber im Hintergrund blieb. Da er die meisten Songtexte und Melodien der take that-Lieder schrieb, war aber auch von Anfang an der „musikalische Kopf“ der Band und sang die meisten Lieder die Leadvocals. Erfahrung im Musikbusiness besaß er schon: zu seinem zehnten Geburtstag wünschte er sich von seinen Eltern kein BMX-Rad, sondern ein Keyboard. Mit elf (!) Jahren trat er mit einer Sängerin an Wochenenden in Pubs mit Coverversionen von Stevie Wonder und Lionel Richie auf. Mit 15 fing er an Songs zu schreiben. Mit einem dieser Songs - "Let's Pray for Christmas" - kam er in das Halbfinale eines Wettbewerbs um das schönste Weihnachtslied der britischen Pebble Mill-Show auf BBC. Er gewinnt eine Aufnahmesession. in den "Strawberry Studios" und bricht mit 16 für seinen Traum Musiker zu werden die Schule ab. Nach zahlreichen Auftritten und weiteren selbstgeschriebenen Songs, trifft er später auf den Manager Nigel Martin-Smith, der sein Talent erkennt.

     
Rob young
 

Robert Peter Williams (* 13. Februar 1974)

"Robbie" war als Clown bei take that bekannt, dem als frecher Sunnyboy viele Mädchenherzen zuflogen. Schon als Kleinkind konnte er die Besucher des Pubs seiner Mutter mit Witzen und Gesangseinlagen unterhalten, außerdem trat er bei einigen Schultheater/ -musicalvorstellungen auf. Robbie brach mit 15 die Schule ab und schlug sich nicht sehr erfolgreich als Vertreter für Doppelglasfenster durch. Seine Mutter Janett Williams las die Kleinanzeige von Nigel Martin-Smith und riet dem damals 16-jährigen Robbie sich zu bewerben und begleitete ihn auch zum Casting. Robbie sang den Jason Donovan Song "Nothing can divide us" und erfüllte von 2.000 Bewerbern am besten die Auswahlkriterien (u.a. „postertaugliches Aussehen und Fitness“).

     
Mark young
 

Mark Anthony Patrick Owen (* 24. Januar 1972)

Mark war das „Babyface“ der Gruppe, der in Deutschland die meisten Verehrerinnen hatte. Er nahm seit er Neun war Klavierunterricht, brachte die Schule zu Ende, machte eine Banklehre und spielte in seiner Freizeit gerne Fußball. Am Wochenende arbeitete er als „Mädchen für alles“ in den "Strawberry Studios" von Stockport. Dort lernt er Gary kennen und sie gründen das Duo „The Cutest Rush“ und lernen Nigel Martin-Smith kennen.



     
Howard young
 

Howard Paul Donald (* 28. April 1968)

Howard markierte den coolen Typ der Gruppe, der schnell den Spitznamen „Der Body der Band“ bekam. Er zeigte neben Jason die gewagtesten Tanzschritte. Howard schmiß frühzeitig die Schule und machte eine Ausbildung als Autolackierer. In seiner Freizeit spielte er Keyboard und trat er als Breakdancer auf, später sogar mit der „Crew“ der „RDS Royals“. Bei einem Auftritt traf er Jason und war von seinen Breakdance-Künsten beeindruckt. Zusammen gründeten sie ihre eigenes Breakdance-Duo „Street Beat“.

     
Jason young
 

Jason Thomas Orange (* 10. Juli 1970)

Jason war der „Sensible“ der Gruppe, „der Tänzer“ und war größtenteils mit Howard für die Ausarbeitung der Tanzchoreographie von take that verantwortlich. Zuvor arbeitete er als Dekorateur und Maler. Gitarrespielen brachte er sich irgendwann selbst bei, aber sein Herz hing an seinem Hobby dem Breakdancen. Mit der Gruppe „Street Machine“ trat er sogar in diversen TV-Shows auf. Für „Street Beat“ waren Howard und Jason auf der Suche nach einem Management und so trafen sie auf Nigel Martin-Smith.



TT 90 smile
 

Der Manager formte sich eine Boygroup nach seinen Vorstellungen. Er setzte Verträge im September 1990 für seine jugendlichen Schützlinge auf und mußte einige sogar noch von ihren Eltern unterzeichnen lassen. Schon früh stellte er klare Regeln vor: keine Freundinnen, keine exzessiven Partys, kein Alkohol, keine Drogen: das „Saubermann“-Image sollte bewahrt werden. Noch hatte die junge Band keine finanzkräftige Plattenfirma. Studiobesuche machte man noch spätabends, um Geld zu sparen. Außerdem ziehen die Jungs erstmal alle in eine Wohnung in Stockport zusammen.