1994 - Rekorde, Rekorde, Rekorde PDF Drucken E-Mail
TT 93 Puppen  

Das Merchandising um take that wird groß aufgezogen: eigene Magazine erschienen monatlich im Zeitungshandel. Auch in Deutschland wurde „Take That official“ und der „Take That Report“ veröffentlicht. Das VHS-Kauf-Video Everything Changes erreicht Anfang 1994 Platz Eins der VHS-Charts. Neben den „normalen“ Fanartikeln (Poster, T-Shirts, Bücher) gibt es alles, was das Teenieherz begehrt und was das Taschengeld hergab: Uhren, Schmuck, Bettwäsche, Strandlaken, Briefpapier, Schreibsets, Jährliche Kalender, Schals, Fahnen, Tassen, Ordner, Parfüm, Mützen, Socken und Sammelalben mit Karten und Stickern – alles mit take that -Branding. Im Sommer kam der Verkaufsrenner in die Regale: fünf take that „Barbie“-Puppen, die den Bandmitgliedern mehr oder weniger ähnlich sahen, aber jeder wahre Fan haben musste.

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Mit der von Robbie gesungenen Single Everything Changes brachen Sie im März 1994 ihren eigenen Rekord: in England wurde der Song der vierte Nummer-Eins-Hit in Folge. In Deutschland verfehlt er knapp die Top 3 und landet auf Platz 4.

Die Jungs sind im März und im April auf Europatournee. Mit zehn ausverkauften Konzerten in Deutschland und weiteren 12 Auftritten in aus den Nähten platzenden Stadien in Belgien, Italien, Schweiz, Österreich, Dänemark und Schweden hatten take that einen völlig neuen Abschnitt in ihrer Karriere erreicht. Von der Tour erschien später das Live-VHS-Video Berlin.

Im April gewann Gary zwei der hoch anerkannten Preise der „Ivor Novello Awards für Songwriter“: einen als "Songwriter of the Year", den anderen für Pray als „Beste Single“.

Es folgten Auftritte in Asien und Australien: in Sydney spielten take that vor 6.000 kreischenden Fans am kalten Bondi Beach.

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Die letzte Single, die von dem Album Everything Changes ausgekoppelt wurde, war die sentimentale Ballade Love Ain't Here Anymore - sie erreichte im Juni „nur“ Platz drei der UK-Charts und Platz 39 in Deutschland.

take that zogen sich in ein geheimes Probestudio zurück und probten und probten und probten für ihre neue ausgedehnte Europatournee.

Im Spätsommer, kurz vor dem Tourneestart der UK-weiten „Corn Pops Tour“, schockten take that ihre Fans mit einem radikalen Imagewechsel: die „Jungs von Nebenan“ trugen nun Glatze, Bärte, Nasen- und Augenbrauenring und Dreadlocks. Aufgestachelt von den Medien verstanden die Fans ihre Welt nicht mehr, hielten aber, trotz anfänglicher Proteststürme, zu der Band.

Von August bis Oktober spielten take that unglaubliche 36 Termine. In Birmingham und in der Londoner Wembley Arena müssen sie NEUN Konzerte hintereinander geben, damit alle Fans die Show sehen können. Die take that -Hysterie kennt keine Grenzen mehr: Fans brachen regelmäßig in hysterischen Anfällen aus, Hunderte erlitten Kreislaufzusammenbrüche während der Konzerte. Vielleicht lag es auch an der heißen Show bei der Howard seinen nackten Hintern zeigte? Später erschien von der Tournee ein Mitschnitt des Konzertes in Manchester mit dem Titel Hometown.

 

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Im Oktober kam eine neue Single raus: Sure. Ganz anders als die bisherigen Songs klang dieses Stück, irgendwie „erwachsener“. Die Single stieg in England auf Platz Eins und brach alle vorangegangenen Verkaufsrekorde der Band. Die englischen Kritiker gaben sich geschlagen; in Deutschland schaffte es die Single nur auf Platz 24.

Gary: „Wir haben uns bei mir zu Hause getroffen, uns vor das Mikro gestellt und Antwortzeilen gesungen, Das war ein interessantes Novum für uns, weil es eine völlig andere Art von Musik war als alles, was wir bis dahin gemacht hatten, ein wenig härter, tougher.“


Im November performten sie bei den ersten „MTV Europe Music Awards“ in Berlin Sure in schwarzen Lackanzügen und ernteten die Auszeichnung „Beste Gruppe". Nachdem sie in England zwei “Brit Awards" entgegen nahmen, gaben sie ein fabulöses Beatles-Medley zum Besten. In Deutschland erhielten sie u.a. eine "Goldene Kamera" und mehrere Bravo „Ottos". Auftritte für Prinz Charles und Lady Diana ("Concert of Hope") folgen am Ende des Jahres.