Konzertbericht 06.06.2009 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Montag, 08. Juni 2009 um 06:53
Hier meine Eindrücke vom Konzert am 06.06. in Sunderland.
Da Schnapperin die Songs einzeln schon so super beschrieben hat, ergänze ich jetzt einfach nur noch ein paar Sachen.

Wir waren am Samstag gegen 12 Uhr vorm Stadion, da war es schon relativ voll.
Unser Ziel für diesen Tag – nachdem wir am Tag vorher die 1. Reihe an der Main Stage geschafft hatten – war diesmal die 1. Reihe der B-Stage.
(Wohl wissend worauf wir uns da einlassen :-D)

Es schien auf den ersten Blick besser organisiert als am Tag zuvor – wir sollten aber noch eines Besseren belehrt werden … Bereits vor dem 1. Einlass um 14 Uhr haben wir die General Admission-Bändchen bekommen. Einen „Golden Circle“ gab es nicht. Wieder einmal wurden dann beim Einlass die Taschen nicht kontrolliert (ich frage mich was passiert wäre wenn dort jemand böse Absichten gehabt hätte …). Dann ging alles total durcheinander. Hatten die Stewarts vorher noch beteuert, aus der 1. Show gelernt zu haben, bewiesen sie nun das genaue Gegenteil. Vor den Eingängen am Stadion standen zwar Metallgitter als Absperrung, aber jeweils nur ca. 1 Meter so dass alles danach zu einer breiten unorganisierten Masse verschwamm. Wer auf Toilette wollte, konnte zwar gehen, dies aber nur mit dem Kommentar „danach dürfen Sie sich wieder hinten anstellen“ … somit musste erst einmal der Ober-Stewart bekniet werden, sein Team besser zu organisieren. Es klappte dann Gott sei Dank noch.

Um 16 Uhr brach fast die Hölle los. Uns wurde vorher noch versichert, alle Türen (ca. 4-6 Doppeltüren) würden gleichzeitig geöffnet. Was geschah um 16 Uhr? Man öffnete nur 1! Für alle! Wir standen vor verschlossenen Türen! Dann gab es Gebrüll, Geklopfe, Gezeter … bis auch wir endlich reingelassen wurden. Drin wurde es nicht besser – alle Zugänge zum Stadion waren mit Ordnern versperrt, für die gesamte Menschenmasse blieb nur 1 Treppenabgang. Wir sind im Stadion 1x komplett rumgelaufen … und haben es wie auch immer tatsächlich noch in die 1. Reihe der B-Stage geschafft.

Als Vorgruppe hatten wir außer Gary Go diesmal „The Saturdays“; eine Girlgroup, die momentan in UK wohl sehr erfolgreich ist. Leider hat mich ihre Musik nicht überzeugt – von der sogenannten Choreographie mal ganz zu schweigen.

Kurz bevor die Jungs auf die Bühne kamen verteilten die Männer in den „Himmelsanzügen“ wieder Luftballons und machten Späße mit dem Publikum. Und dann waren sie plötzlich da! Fast aus dem Nichts. Wir konnten am Tag vorher schon nicht ausmachen, wo sie herkamen. Jetzt waren wir näher dran und wussten es trotzdem nicht. Aber das zählte ab dann auch nicht mehr.

Greatest Day – welch besseren Opener könnte es für die Show geben?

Das Publikum ging von Anfang an super mit und hat bei allen Songs lautstark mitgesungen. Gänsehaut-Highlights waren hier ganz klar Patience und Never Forget. Ich glaube als der Ordner, der Take That „eigentlich nicht so gut“ fand, gesehen hat, wie die Jungs mit diesen Songs Massen bewegen können, war auch er etwas bekehrt ;-)

Unser persönliches Highlight war wohl, als Jason von der B-Stage kam. Wir standen direkt vor der Treppe und hatten Hawaii-Blütenketten um. Als Jason auf uns zu kam, konnte meine Freundin ihm die Kette umhängen und er hat sie noch eine Weile um behalten. Den größten Spaß mit uns machten sich die Jungs dann bei Back for Good. Wir wussten was kommen würde und hatten vorsorglich Regenponchos mitgebracht. Wer keinen hatte, konnte vor dem Auftritt der Jungs noch einen kaufen. (Hätte das die Familie hinter mir mal besser gemacht …) Leider hilft aber der beste Poncho nichts, wenn der Wind so ungünstig steht, dass man plötzlich die doppelte Wassermenge abbekommt. So war es bei uns – die rechte Seite des Publikums an der B-Stage blieb trocken und wir wurden kräftig eingeregnet. Das war kein Nieselregen! Das prasselte! Und zwar kräftig! Und lange! Als ich mich dann mal getraut hatte hochzuschauen – was bei dem Regen gar nicht so einfach war – hab ich nur gesehen wie Howard sich kaputt gelacht hat weil wir alle wie die sprichwörtlich begossenen Pudel da standen. Gestört hat es trotzdem niemanden. Wir konnten herzlich darüber lachen und haben weitergefeiert.

Sehr überrascht haben mich What is love und The Circus. 2 Songs, die auf dem Album eher so „naja“ erscheinen, bekommen durch die Liveshow gleich einen ganz anderen Anschein. Dass die Jungs ihren Humor nicht verloren haben, haben sie dann mit ihren Clownseinlagen bewiesen. Lachfalten garantiert!

Meine persönlichen Song-Highlights waren Said it all und Nobody Else. Einfach nur aus dem Grund, sie endlich mal live gehört zu haben. Taschentücher ahoi! Auch wenn Nobody Else nur kurz angespielt wurde – hier zog der Überraschungseffekt, dass es überhaupt auf der Setlist war.

Leider fehlte Julie. Mit diesem Song hatte ich fest gerechnet, und war erst enttäuscht dass er nicht dabei war. Im Nachhinein stört das aber nicht mehr. Die Jungs haben eine tolle Mischung aus alten und neuen Songs gefunden. Hier war für jeden etwas dabei.

Die ganze Show mit einfachen Worten zu beschreiben, ist schier nicht möglich. PERFEKT trifft es nicht, GRANDIOS reicht nicht aus … man ist einfach sprachlos!
Mit jedem Song erwartet einen eine neue Überraschung. Wahnsinn!

Ich habe die Show jetzt 2x gesehen und könnte sie mir noch 100 mal anschauen … es ist einfach unglaublich was die 4 da auf die Beine gestellt haben!

It definitely was one of the greatest days in my life!

Anbei ein paar Bilder, die hoffentlich die Stimmung etwas rüberbringen können.